Hörbuchproduktion - ein langer Weg
Von der Idee bis zur Veröffentlichung.
Die Geschichte hinter meinen Hörbüchern.
Die erste Idee
Du fragst dich vielleicht, wie ich auf die Idee gekommen bin, aus meinen Büchern Hörbücher zu machen. Die Idee stammt gar nicht von mir selbst. Ich wäre nie drauf gekommen, wenn ich nicht im Jahr 2022 von einer Hörbuchsprecherin angesprochen worden wäre. Damals war meine Fokus Serie ganz frisch auf dem Markt und lief gut. Das heißt, ich hatte gute Rezensionen und ein relativ gutes Ranking mit den E-Books auf Amazon. Also wurden Hörbuchverlage und Sprecher auf mich aufmerksam.
Das Angebot lautete damals:
Wir sprechen für dich die Bücher ein, der Verlag veröffentlicht sie auf allen gängigen Plattformen und am Ende teilen wir uns alle die Provision. Das klang super für mich. Zumal ich irgendwann durch viele Recherchen herausbekam, dass die Produktion eines Hörbuchs (welches ja nicht selten mehr als 10 Stunden lang ist) durchaus einen vierstelligen Betrag kosten kann. Dieses Geld hatte ich natürlich nicht und wollte es auch nicht ausgeben, für ein Projekt, von dem ich nicht wusste, was es am Ende einbringen würde.
Vertragsabschluss
Also war ich froh und dankbar für das sogenannte Royalty Share Modell, dass es mir ermöglichte Verträge für die Produktion ohne Risiko abzuschließen. Das tat ich dann im Dezember 2022 auch für die Fokus-Serie und mit dem Verlag "audio4you".
Und dann?
Dann passierte nichts.
Und es passierte ganz lange nichts. Die Sprecherin (die ja von sich aus vorgeschlagen hatte, das Hörbuch zu produzieren) hatte noch andere Projekte, dann wurde sie krank, dann kamen andere Sachen dazwischen, sie verschob es immer weiter und irgendwann sagte sie, dass sie es gar nicht mehr machen kann. Das war im August 2023. Da war ich irgendwie erst einmal sprachlos und dann kopflos und dann ein wenig orientierungslos. Aber ich wollte das Projekt auch noch nicht aufgeben, zumal von allen Seiten ein regelrechter Hörbuchhype losging. Alle Welt wollte Hörbücher, also dachte ich: nicht aufgeben, weitermachen und neu orientieren.
Wenn das eine nicht klappt, mach halt das andere
Da sich das mit der Vertonung der Fokus Serie immer weiter hinzog, hatte ich mir im April 2023 bereits überlegt, wenn das mit Fokus nun noch so lange dauert, dann suche ich mir halt erst einmal Sprecher für meine Liebesromandilogie. Das klappte auch super und ich habe recht schnell zwei liebe Sprecher finden können (einen Mann und eine Frau). Die Produktion startete pünktlich und Ende September 2023 war Teil 1 fertig. Teil 2 zog sich etwas länger hin, aber auch den hatten wir dann im April 2024 fertig und er konnte an den Start gehen.
Probleme bei der Veröffentlichung
Was ich allerdings nicht bedacht hatte, war, dass auch bei der eigentlichen Veröffentlichung so einiges schief gehen kann. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis "Drei Arten Schuld" endlich bei audible verfügbar war. Und das lag sage und schreibe an nur 2 Sekunden zu viel Pause, die irgendwo auf einer Datei gewesen waren. Das war schon ärgerlich, zumal auch der Verlag das nicht geschnallt hatte und wir uns immer im Kreis drehten. Nun gut, Ende gut, alles gut: die Dilogie war draußen, wenn auch nicht wirklich sichtbar durch die Pannen am Anfang.
Änderungen beim Verlag
Was auch noch hineinspielte in die ganze Geschichte, waren die Veränderungen beim Verlag. Es hatten sich neue Inhaber gefunden und die packten mit Feuereifer alles neu an und änderten viele Sachen. Manche funktionierten, manche nicht und manchmal dauerte es seine Zeit. Geduld ist wahrlich eine Tugend. :-)
Im September 2024 (ich erinnere mich noch, ich war gerade mit einer Freundin in Leipzig und auf einer Stadtrundfahrt) da bekam ich eine Nachricht, dass der Verlag erneut seine Führung gewechselt hatte. Und er zog auch noch mit dem Firmensitz von Deutschland in die Schweiz um. Das war erst mal wieder so ein Ding, das keiner braucht. Denn nun musste ich mich damit auseinandersetzen, ob ich überhaupt dort bleiben konnte, wie das mit der Abrechnung und den Steuern funktioniert. Zum Glück war alles halb so schlimm, aber es kostete wieder Zeit und Nerven.
Aber was war denn nun mit Fokus?
Ja, der hing immer noch etwas hinterher. Nach dem Aus meiner ursprünglichen Sprecherin im August 2023 hat mir der Verlag erlaubt einen Blick in seine Datenbank zu werfen. Und siehe da ich habe einen Sprecher entdeckt, den ich gleich supertoll fand und den ich mir für die Liebeskrimis richtig gut vorstellen konnte. Und er sagte zu, auch gleich für alle drei Teile. Ich war wieder euphorisch und freute mich, denn er versprach mir, dass er das innerhalb von drei Monaten durchziehen wollte.
Aber aus drei Monaten, wurden sechs und aus sechs, zwölf und noch immer waren wir nicht fertig. Da kam mal wieder das Leben dazwischen. Von Technikausfall, über familiäre Sorgen und Zeitmangel war alles dabei. (Schließlich machten wir das beide nur nebenberuflich!) Meine Geduld wurde das ein oder andere Mal sehr auf die Probe gestellt, aber ich war ja inzwischen felderprobt.
Ende gut, alles gut
Im Januar 2025 war es dann endlich soweit. Der Fokus war fertig, alle drei Bücher vertont. Ich war happy. Und ich muss sagen, trotz aller Widrigkeiten, Irrwegen und Pannen ist am Ende alles gut so gewesen, wie es ist. Denn ich wollte von Anfang an eigentlich lieber einen männlichen Sprecher für Fokus und den habe ich bekommen. Und das Ergebnis ist echt super toll geworden. Ich liebe die Stimme und ich mag es wie der Sprecher die Charaktere mit unterschiedlichen Sprechstimmen zum Leben erweckt hat. Vom Ergebnis der Hörbücher könnt ihr euch nun selbst überzeugen. Klickt dazu einfach oben auf die Buttons, dann führe ich euch zu Hörproben und schließlich gibt es auch einen Link zum Kauf.
Ausblick
Man könnte meinen, dass ich nun erst einmal die Nase voll von Hörbuchproduktionen habe. Aber dann machte mir meine Hörbuchsprecherin, die bereits die Liebesromandilogie gesprochen hatte, das Angebot, auch die dazugehörigen Kurzgeschichten zu vertonen. Das wird also unser Projekt für 2025. Und wer weiß, ich habe ja auch noch einen weiteren veröffentlichten Roman und schreibe gerade an einem neuen. Es gibt also noch Raum für mehr.
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